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Das Ziel der Hufbearbeitung ist es, den Huf zu seiner natürlichen Form, Gesundheit, Funktionalität und Leistungsfähigkeit zu bringen und zu erhalten. Deformierte und fehlgestellte Hufe werden dabei schonend in ihre natürliche Balance zurückgeführt. Ebenso werden dadurch entstandene Gliedmaßenfehlstellungen und -fehlbelastungen korrigiert. Der Pferdekörper kann sich nur im Gleichgewicht befinden, wenn auch die Hufe balanciert sind. Somit steht neben dem Huf das ganze Pferd, sein Bewegungsablauf und seine körperliche Gesundheit bei der Bearbeitung im Mittelpunkt.
Durch die schonende Hufbearbeitung bleibt das Pferd komfortabel und seine Selbstheilungskräfte werden angeregt.

Das Wissen um die Leistungsfähigkeit und Funktionalität des Hufes und seiner inneren Strukturen sind ein wichtiger Faktor für die Hufbearbeitung. Da den meisten Pferden eine ausreichende Bewegung und damit die Abnutzung des Hufes fehlt, wird diese durch gezielte Bearbeitung simuliert. Ohne den Huf nach irgendwelchen Vorgaben oder Modellen zurechtzustutzen, wird jeder Huf individuell "gelesen" und bearbeitet. Dadurch werden die Hufkapsel sowie die inneren Strukturen dazu angeregt, sich wieder in ihrer natürlich gesunden Form auszubilden.



Die Inhalte der Seminare und Intensivlehrgänge vermitteln ein tiefes und verständliches Wissen rund um den Huf.
In den Hufintensivlehrgängen erfahren und erleben die Teilnehmer/innen in Theorie und Praxis, wie wichtig die natürliche Balance des Hufes für die Hufgesundheit, das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Lebensdauer der Pferde sind. Die Hufkaspel wird als ein elastisches, sich ständig veränderndes Organ wahrgenommen. Die Teilnehmer/innen lernen, den Huf "zu lesen" und ihm durch präzise Bearbeitung zu seiner natürlichen Balance zu verhelfen.

Seminarinhalte Hufintensivlehrgang
• Aufbau und Funktionalität der Hufkapsel
• Hufformen
• Anatomie und Stellung der Gliedmaße
• Laufverhalten und Lahmheiten des Pferdes
• Entstehung von Fehlstellungen und Abweichungen von der Anordnung der Zehenknochen
• die Evolution und die Umwelt des Pferdes sowie der Umgang mit dem Pferd
• Imbalancen der Hufkapsel erkennen und bearbeiten
medio-laterale Balance, lange Zehe, untergeschobene Trachten, Rotation und negativ palmarer Winkel des Hufbeines, Separation des Hufbeines

• der Zwanghuf
• der Bockhuf, der Sehnenstelzfuß und die bärentatzige Stellung
• Hufrollenprobleme
• die Entzündung der Huflederhaut
• Hufrehe
• Erkrankungen des Hufes
Strahlfäule, Hufkrebs, Erkrankungen der weißen Linie, Hornspalten, Hornsäule
der Nageltritt, die Vernagelung

• praktische Werkzeugkunde und Aufhaltetechniken am Pferd
• Beurteilung des Bewegungsablaufes von Pferd und Esel
• praktische Hufbearbeitung, -den Huf “lesen“ und balancieren -
• selbstständige Arbeit am Huf - Erhaltung des gesunden und balancierten Hufes und
Rehabilitation des Hufes

Die Teilnehmer erhalten nach erfolgreicher Teilnahme ein Abschluss-Zertifikat.


Bei dem Beruf des Hufpflegers handelt es sich nicht um einen anerkannten Ausbildungsberuf, sondern um eine nicht geschützte Berufsbezeichnung. Somit gibt es weder eine staatlich anerkannte Ausbildung mit einer ordnungsgemäßen Prüfung oder gar ein abgeschlossenes Studium.
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG 05.12.2006 - 1 BvR 2186/06) kann die Qualität der Hufversorgung (Hufpflege) auch dadurch gesichert werden, dass der Zugang zum Beruf des Hufpflegers von dem Erwerb und dem Nachweis der theoretischen Kenntnisse abhängig gemacht wird. Die praktischen und theoretischen Inhalte des Hufintensivlehrganges befähigen den Teilnehmer/die Teilnehmerin eigenverantwortlich im Rahmen der bestehenden Sorgfaltspflicht Hufe zu bearbeiten.
Aus den oben genannten Tatsachen verzichte ich bewusst auf die Abnahme einer rechtsungültigen Prüfung sowie einer Prüfungsgebühr.




 
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